Habe ich genug Geld, um meinen Hund trotz Diabetes gut zu versorgen?

Beim Verdacht auf Diabetes oder spätestens bei der Diagnose kommen viele Sorgen auf. Neben der Frage, ob der geliebte Hund die nächsten kritischen Tage und Wochen überstehen wird und ob man es schafft, den Hund auch entsprechend zu versorgen, spielen bei vielen auch die Finanzen ein Thema.

Ich kann natürlich nicht sagen, ob Du persönlich genug Geld hast, aber ich kann Dir einen Überblick darüber geben, was wir so an Kosten für Kira haben. Einiges davon ist optional und nur ein nettes Hilfsmittel oder Dein Hund benötigt es überhaupt nicht.

Zumindest eine grobe Orientierung über die am Anfang entstehenden Ausgaben und die langfristigen Kosten soll Dir dieser Artikel liefern 💰

Kurzfristige Kosten 💸

Direkt nach der Diagnose (die ja auch schon 100 bis 200 Euro für Tierarztbesuche und Bluttests verschlungen haben kann) kommen einige "Startkosten" auf einen zu. Das kommt aber sehr stark auf den Hund an - Kira ging es zum Zeitpunkt der Diagnose schon extrem schlecht, wenn man die Krankheit früher entdeckt, muss man vermutlich weniger zahlen.

Die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) gibt zumindest ein grobes Gefühl dafür, wie viel man für einzelne Behandlungen ausgeben muss. Die Kosten werden in den nächsten Jahren mit Sicherheit nicht niedriger, sondern eher weiter steigen.

GOT - Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte

Kastration (bei Hündinnen)

Kira war einige Wochen vor ihrer Diagnose läufig. Gerade bei älteren Hündinnen können die Sexualhormone (vor allem Progesteron) den Blutzuckerhaushalt so durcheinander bringen, dass sich eine Diabetes entwickelt.

Ein bisschen lässt sich diese "läufigkeitsinduzierte Diabetes" vielleicht mit der Schwangerschaftsdiabetes beim Menschen vergleichen.

Die gute Nachricht hier ist: Die Diabetes kann nach der Kastration wieder verschwinden. Das Progesteron wirkt hemmend auf das Insulin, die Bauchspeicheldrüse muss also mehr Insulin produzieren, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Das kann die Bauchspeicheldrüse so überlasten, dass sie Schaden nimmt. Wenn das Progesteron nach der Kastration fehlt, kann es aber vorkommen, dass sich die Bauchspeicheldrüse wieder erholt.

So oder so ist eine Kastration bei Hündinnen mit Diabetes angesagt, denn die zyklischen Schwankungen der Sexualhormone erfordern sonst eine regelmäßige Dosisanpassung. Die Insulindosis zu finden ist aber auch ohne solche Schwankungen schon schwierig genug...

Kira haben wir von unserer Tierärztin, wo der Bluttest Diabetes ergeben hat, sofort in die Tierklinik gebracht. Dort wurde sie über Nacht stabilisiert und am nächsten Morgen direkt (minimalinvasiv) kastriert.

Kostenpunkt Kastration insgesamt: 2.000€

Nun ist eine Kastration normalerweise deutlich günstiger. Wenn sie geplant und am gesunden Hund und ambulant (also ohne Aufenthalt über Nacht) durchgeführt werden kann... Da bei Diabetes während der OP zusätzlich der Blutzuckerspiegel überwacht werden muss, wird die OP an sich schon teurer (das gilt auch für jede spätere OP, da die Narkose und der Stress ebenfalls den Blutzuckerhaushalt durcheinander bringen können).

Stationärer Aufenthalt 🏥

Es ist oft ein stationärer Aufenthalt nötig, auch, wenn der Hund bereits kastriert oder männlich ist. Kira war so geschwächt, dass sie erstmal mit Infusionen stabilisiert werden musste, bevor sie bereit für eine OP war. Unabhängig davon wird die erste Einstellung mit Insulin gerne in der Tierklinik vorgenommen. Dort kann der Hund den ganzen Tag überwacht werden und mit einer kleinen Startdosis Insulin geprüft werden, wie der Hund auf das Insulin anspricht. Unterzuckerungen können sofort erkannt und behandelt werden.

Außerdem hat der Hund zum Zeitpunkt der Diagnose üblicherweise einen extrem hohen Blutzuckerspiegel und die Gefahr von Komplikationen ist hoch, insbesondere die einer Diabetischen Ketoazidose. In der Tierklinik kann die natürlich auch viel schneller erkannt und behandelt werden als zuhause.

Für die erste Nacht haben wir ca. 200€ bezahlt, da hat sie bereits Insulin bekommen, Infusionen, diverse Medikamente und Blutzuckermessungen.

Am ersten Tag wurde sie minimalinvasiv kastriert, insbesondere die OP selbst hat natürlich viel gekostet. Insgesamt wurden für den Tag knapp 1500€ berechnet, davon ca. die Hälfte für die OP mit Material, Beatmung, Narkoseprotokoll etc.

Am zweiten Tag durften wir sie abends schon wieder abholen, der Tag hat ungefähr 300€ gekostet. Uns wurde vorher gesagt, dass ein Tag stationärer Aufenthalt in Summe meistens um die 500€ kostet, das hängt aber natürlich stark von der Klinik und vor allem dem Zustand des Hundes ab.

Einmalige Anschaffungen

Nachdem die OP und der stationäre Aufenthalt durch waren und Kira endlich nach Hause durfte, ging es zuhause natürlich mit der Versorgung weiter. Kompressen, Desinfektionsmittel und Verbandsmaterial, um die OP-Wunde zu versorgen, sind zum Glück nicht teuer, das waren vielleicht 30€ in Summe.

Dann mussten wir natürlich ihren Blutzucker messen, dafür hatte ich schon, als sich mein Verdacht auf Diabetes erhärtet hat, eins für Menschen gekauft: das GlucoCheck von TestaMed, das unter 20€ gekostet hat. Dabei waren auch schon einige Teststreifen und Stechhilfen.

Blutzucker Messgerät bei Diabetes - mit Sprachausgabe
Mit dem innovativen Messsystem TESTAmed® GlucoCheck ADVANCE ist Blutzucker messen einfach, schnell und sicher

Blutzuckermessgeräte für Menschen haben strenge Anforderungen daran, wie groß der Messfehler/-abweichung sein dürfen. Das ist bei denen für Tiere nicht der Fall, entsprechend gibt es dort größere Qualitätsabweichungen. Falls Du direkt eines für Tiere kaufen möchtest, kann ich das VetMate empfehlen, das bisher auch in allen Tierkliniken/-arztpraxen verwendet wurde, in denen wir waren. Das VetMate kostet ungefähr 40€, allerdings sind dort nicht automatisch auch Teststreifen dabei und die Teststreifen sind sehr teuer, dazu unten mehr.

VetMate PLUS Blutzuckermessgeräte – alphacheck

Ob/wann ein Messgerät speziell für Tiere Sinn ergibt, werde ich in einem gesonderten Artikel nochmal erläutern, da gibt es nämlich einiges an spannendem physiologischem Hintergrundwissen zu 😄

Meiner Meinung nach lohnt sich vor allem am Anfang ein CGM-Sensor sehr. Sowohl Lesegerät (falls man nicht sein Handy nutzen kann/möchte) als auch ein einzelner Sensor sind ab jeweils ca. 70€ zu bekommen.

Fast alle anderen Anschaffungen, die man benötigt, sind Verbrauchsmaterialien und müssen entsprechend regelmäßig nachgekauft werden.

Langfristige und regelmäßige Kosten 💸

Diabetes ist eine Management-Krankheit. Bedeutet, man muss sich jeden Tag drum kümmern - mal intensiver, mal eher nebenher. Dabei kann es individuell sehr verschieden sein, wie viel man benötigt, kleine Hunde brauchen z. B. meist weniger Insulin und manche Hunde verbrauchen vielleicht mehr Stechhilfen als andere.

Blutzucker messen 🩸

Zum Blutzucker messen benötigt man neben dem Messgerät selbst noch die passenden Teststreifen und Stechhilfen, um an einen Tropfen Blut heranzukommen.

Die Teststreifen haben eine enorme Preisspanne von 0,30€/Stück bis deutlich über einen Euro. Man muss mindestens zweimal täglich messen, regelmäßig ein Tagesprofil machen mit 5-10 Messungen am Tag, man macht zwischendurch mal eine zusätzliche Kontrollmessung und manchmal reicht das Blutströpfchen doch nicht aus für den Teststreifen und man muss einen neuen nehmen.

Mit 4 Stück pro Tag kommt man also im Monat auf ca. 40 bis über 150€ nur für Teststreifen.

Die Stechhilfen für Menschen sind meistens selbst in der stärksten Einstellung zu schwach für die deutlich dickere Hundehaut. Wir verwenden inzwischen nur noch die VetMate Stechhilfen. Ich habe beide Varianten an mir selbst getestet und die Hunde-Stechhilfen zwiebeln echt ordentlich. Mit denen für Menschen hat Kira nicht mal mit einem Schnurrhaar gezuckt, dafür hat man sich dumm und dämlich gepikst, es kam nämlich kaum ein Tropfen Blut... Die Hunde-Stechhilfen tun Kira anscheinend auch weh, aber sie erträgt es sehr tapfer.

Die günstigsten habe ich hier (0,15€/Stück) gefunden:

VetMate Sicherheitslanzetten Hund 21G
VetMate Sicherheitslanzetten Hund - Blutzuckerstreifen Hunde

Bei den Stechhilfen rechne ich mit ungefähr 5 Stück pro Tag, besonders im Winter muss ich oft mehrmals stechen, damit ein Blutstropfen kommt. Damit landen wir im Monat bei ungefähr 25€ für Stechhilfen.

Wenn bei Deinem Hund die für Menschen reichen, zahlt man natürlich weniger und Dein Hund wird sich auch freuen, die weniger schmerzhafte Variante nutzen zu dürfen.

Insulin und Spritzen 💉

Spritzen sind zum Glück sehr günstig zu bekommen. Hierbei muss man aufpassen, dass man die richtigen erwischt! Caninsulin ist ein U40-Insulin, hat also 40 Internationale Einheiten (IE) Insulin pro Milliliter. Spritzt man 8 IE, braucht man entsprechend gerade mal 0,2 ml. Die Spritzen sind also sehr dünn und haben eine spezielle Skala, die nicht das Volumen (Milliliter) sondern die Einheiten (IE) in dem Volumen anzeigt.

Ich verwende am liebsten Spritzen, die nur einen halben Milliliter fassen, da die Skala dann feiner ist. Damit kann man besser die exakte Menge spritzen. Außerdem ist es sehr praktisch, wenn die Nadel (Kanüle) vorne schon "ab Werk" drauf ist. Nicht nur, weil man sich dann das Gefriemel spart, die Spritze zuhause erst zusammenzubauen - man spart auch Insulin, da der "Totraum" (der nicht geleert werden kann, da der Stempel ja nicht bis in die Kanüle vorne geht) kleiner ist.

Es gibt verschiedene Anbieter, wir verwenden aktuell diese hier:

BD Micro Fine U-40 Insulinspritzen 8 mm | diabetikerbedarf
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Für 100 Spritzen zahlt man um die 20€, also 0,20€ pro Spritze. Meistens spritzt man zweimal pro Tag, pro Monat zahlt man also 12€ für Spritzen. Man könnte auf die Idee kommen, eine Spritze mehrmals zu verwenden, allerdings sind die Kanülen speziell beschichtet und geschliffen, um ganz leicht in die Haut zu gehen. Diese Beschichtung und der feine Schliff nutzen sich aber schnell ab, die Spritze pikst doller und einige Partikel von der Kanüle können in der Haut zurückbleiben. Wenn das mal passiert, ist es nicht so wild (abgesehen von den hygienischen Faktoren natürlich!), aber bei zwei Spritzen jeden Tag über Jahre summiert sich das ganz schön. Also: Einwegspritze heißt Einwegspritze!

Nun zum etwas schwierigeren Teil, dem Insulin. Caninsulin kostet für ein 10ml-Fläschchen ungefähr 45€. In den 10 ml sind 400 IE Insulin enthalten, entsprechend kostet 1 IE ungefähr 0,12€. Es ist aber natürlich enorm unterschiedlich, wie viel Insulin der Hund benötigt und es gibt noch andere Insulin-Marken, auf die ich an anderer Stelle näher eingehe. Als grobe Orientierung: Wenn Dein Hund 2 IE pro Mahlzeit benötigt, kostet Dich das im Monat unter 15€. Kira bekommt aktuell 8,5 IE pro Mahlzeit, also schon über 60€ im Monat. Es gab auch Zeiten, wo sie pro Mahlzeit 14 IE bekommen hat, da haben wir knapp 100€ im Monat nur für Insulin ausgegeben!

Das ist aber wirklich extrem viel und Kira ist mit ihren 26kg auch kein ganz kleiner Hund. Wenn Dein Hund sehr viel Insulin benötigt, solltest Du nochmal ganz genau prüfen (lassen), ob irgendwelche Entzündungvorgänge (Zähne!!) eine Insulinresistenz verstärken könnten. Perspektivisch hoffe ich, dass wir noch weniger spritzen können, wir stellen gerade das Futter nochmal um.

Spezialfutter 🥩

... womit wir beim Thema Futter wären. Das ist ziemlich komplex, denn es gibt viele Faktoren, die auf das Futter wirken. Da ich zu Ernährung bei Diabetes eh noch einen ausführlicheren Blogartikel plane, hier nur kurz, was wir aktuell zahlen.

Kira wiegt 26kg und ist mittelmäßig aktiv. Sie bekommt aktuell das Royal Canin Diabetic (heißt inzwischen "Glycobalance") für Hunde, das im großen Sack ca. 7€/kg kostet. Pro Tag frisst sie ca. 300g (inklusive Leckerli) davon, also sind wir im Monat bei ca. 60€ für Futter.

Royal Canin DE

Kleinere Hunde fressen natürlich weniger, Nassfutter ist im Allgemeinen teurer und so weiter. Gleichzeitig muss ja auch ein gesunder Hund etwas fressen und 7€/kg Trockenfutter sind jetzt kein absurd hoher Preis. Man müsste also eigentlich die Differenz zwischen dem normalen Futter und dem neuen Futter berechnen - falls man das alte Futter nicht weiterhin füttern kann (was selten der Fall ist).

Mögliche Folgekosten 💸

Leider kann Diabetes zu diversen Folgeerkrankungen führen. Der manchmal trotz aller Bemühungen sehr hohe Blutzuckerspiegel, aber auch Unterzuckerungen tun den restlichen Organen gar nicht gut.

Exokrine Pankreasinsuffizienz - Verdauung

Exo-was? Auf normalem Deutsch: eine Unterfunktion der Teile der Bauchspeicheldrüse, die Verdauungsenzyme produzieren.

Dass die Bauchspeicheldrüse für die Produktion von Insulin zuständig ist, weißt Du vielleicht schon. Sie hat aber auch noch andere Aufgaben. Darunter fällt auch, die Nahrung mit Hilfe von Enzymen so aufzuspalten, dass sie vom Körper aufgenommen werden kann.

Ich gehe an anderer Stelle nochmal näher drauf ein, in ganz kurz: Wenn es Probleme in der Insulinherstellung gibt, sind andere Probleme an der Bauchspeicheldrüse nicht weit. Wir haben es schlussendlich nur mit Hilfe einer Ernährungsberaterin in den Griff bekommen. Sie hat uns über ein halbes Jahr betreut, die Kosten schätze ich in Summe auf ungefähr 500€.

Kira hat dafür auch Verdauungsenzyme zugefüttert bekommen. Das konnten wir inzwischen deutlich reduzieren, sie hat die hypoallergene (h. a.) Variante von Almazyme bekommen. Es gibt aber jede Menge Alternativen, manche nutzen auch Kreon, das für Menschen produziert wird.

Almazyme® h.a. 500g – almapharm
Ergänzungsfuttermittel für Hunde und Katzen mit Nahrungsunverträglichkeiten. Vitalstoffe für optimalen Nahrungsaufschluss. Für weitere Informationen zu analytischen Bestandteilen, Zusatzstoffen, Zusammensetzungen und Fütterungshinweisen siehe Etikett.

Diabetischer Katarakt - Erblindung 🦮

Eine recht häufige Folgeerkrankung von Diabetes ist die Erblindung. Näheres auch an anderer Stelle. Es ist möglich, die Erblindung mit einer speziellen OP zu beheben. Man muss das aber nicht - Hunde kommen blind erstaunlich gut zurecht. Es kann dennoch nötig sein, Augentropfen zu geben oder die Augen irgendwann ganz zu entfernen, wenn sich Entzündungen ergeben.

Wir haben uns für die OP entschieden, Kira kann seit dem wieder sehen. Die OP an der Uniklinik in Leipzig hat ca. 4.000€ gekostet. Dazu kamen Fahrtkosten, Vor- und Nachuntersuchungen, die nochmal mit ca. 500€ zu Buche geschlagen haben.

Außerdem braucht Kira dauerhaft Augentropfen, die meisten sind aber nicht teuer (im Schnitt 30€ pro Fläschchen/Tube) und reichen für ein bis zwei Monate.

Sonstige Kosten 💸

Bisher haben wir - dem Titel entsprechend - nur über finanzielle Kosten gesprochen. Es gibt aber auch immaterielle Kosten, die ich hier kurz ansprechen möchte: Zeit und Nerven!

Die Diagnose war natürlich emotional sehr belastend. Die ersten Monate haben allein zum zum Einlesen und sich eingewöhnen in die neue Situation einige Kapazitäten beansprucht. Auch die Verdauungsprobleme (inklusive immer mal wieder putzen, wenn wir zu langsam waren, Kira rauszulassen) und besonders ihre plötzliche Erblindung haben mich auch einige Tränen gekostet.

Heute trainieren wir für die Begleithundeprüfung, Kira ist mit Begeisterung dabei, wir können mit ihr wandern gehen, sie spielt ausgelassen mit ihren Hundefreunden und es macht einfach Freude, mit ihr zu leben 😄 Natürlich wäre es einfacher, wenn sie nicht Diabetes hätte. Aber wir kommen zurecht und ich hoffe, dass sie noch viel Zeit auf dieser Welt hat!

Fazit 💸

Die Anfangskosten können durchaus vierstellig sein, wenn es Deinem Hund sehr schlecht geht und ein stationärer Aufenthalt erforderlich ist. Auch eine nötige Kastration schlägt da enorm zu Buche. Im Vergleich dazu kommen einem die Ausgaben für Messgeräte und Grundausstattung fast klein vor, mit ca. 150€ "Startgeld" sollte man Messgerät, einen ersten Satz Teststreifen, Stechhilfen, Spritzen und ein Fläschchen Caninsulin bekommen. Damit ist man auch erstmal ein paar Wochen versorgt.

Im Monat zahlen wir also regulär ca. 200€ für Kira:

  • 60€ für Futter inkl. Leckerli
  • 60€ für Insulin
  • 12€ für Spritzen
  • 25€ für Stechhilfen
  • bis zu 50€ für Teststreifen

Die Kosten sind natürlich hochgradig variabel. Kleine Hunde kosten bei Futter und Insulin natürlich weniger. Manche Hunde haben vielleicht einen ungewöhnlich hohen Insulinbedarf, bei anderen sind die Ohren gut durchblutet und sie brauchen weniger Stechhilfen und so weiter.

Wir nutzen außerdem regelmäßig CGM-Sensoren. Unter idealen Bedingungen hält ein Sensor bis zu 15 Tage und kostet um die 70€. Pro Monat also ca. 140€ - dafür braucht man Stechhilfen und Teststreifen nur noch für Kontroll-/Vergleichsmessungen. Wenn man das gegenrechnet, ergeben sich also 200€ - 75€ + 140€ = 265€ pro Monat. Wie man einen CGM-Sensor beim Hund setzt, kannst Du hier nachlesen:

Wie setze ich einen CGM-Sensor?
CGM-Sensoren (engl.: Continuous Glucose Monitoring = Kontinuierliche Glukosemessung) sind im Diabetes-Management beim Menschen weit verbreitet. Auch beim Hund können sie eine tolle Hilfe sein, da sie einen bis zu 2 Wochen lang 24h am Tag mit Blutzuckerwerten versorgen. Wenn man sich für einen Anbieter entschieden hat und der Sensor endlich angekommen

Mit einer Krankenversicherung lassen sich bestimmt einige der außergewöhnlichen Kosten abfangen. Da wir Kira erst als älteren Hund aus dem Tierheim geholt haben, konnten wir leider keine Kranken- oder OP-Versicherung abschließen, dazu kann ich also nichts sagen.

Spendenaktionen auf einem entsprechenden Portal können sonst auch helfen, um zumindest die anfänglichen Kosten zu stemmen.

Ich hoffe sehr, dass Dir die Auflistung bei Deiner finanziellen Planung hilft und Dein Hund und Du das stemmen können! Wenn Du noch Fragen hast oder genauere Informationen gebrauchen kannst, melde Dich gerne in den Kommentaren ❤️